Wandern in Schottland ist immer ein Erlebnis. Die schottischen Highlands stehen für Weite, Einsamkeit und eine Freiheit, die man in vielen anderen Wanderregionen Europas vermisst.
Dank des großzügigen Wegerechts darfst du hier fast überall unterwegs sein – auch abseits markierter Pfade. Viele Wanderer kommen wegen genau dieser Freiheit nach Schottland – und merken erst unterwegs, dass genau diese Freiheit gute Vorbereitung und Eigenverantwortung erfordert.
Denn Wandern in den schottischen Highlands funktioniert anders als in klassischen Wandergebieten wie den Alpen. Es gibt nur wenige markierte Wege, das Gelände ist oft pfadlos und das Wetter kann sich innerhalb kürzester Zeit drastisch ändern. Viele Wanderer unterschätzen diese Besonderheiten – nicht aus Leichtsinn, sondern weil sie es schlicht nicht besser wissen.
Diese Seite richtet sich an dich, wenn du:
- sicher, selbstständig und mit gutem Gefühl in den Highlands unterwegs sein willst
- zum ersten Mal in Schottland wandern möchtest
- bereits Wandererfahrung hast, aber die Highlands realistisch einschätzen willst
- bisher in anderen Gebirgsregionen unterwegs warst und die Unterschiede zu den Highlands verstehen möchtest
Hier erfährst du, worauf es beim Wandern in Schottland wirklich ankommt: wie du deine Touren sinnvoll planst, das Wetter richtig einschätzt, passende Routen auswählst, Gefahren frühzeitig erkennst und auch in herausfordernden Situationen einen kühlen Kopf behältst.
Ich lebe in Schottland und bin qualifizierte Bergführerin. Als solche begleite ich regelmäßig Menschen in den Highlands – vom ersten Wanderabenteuer bis zu anspruchsvollen Touren und mehrtägigen Expeditionen. In diesem Guide teile ich mein Wissen, meine Erfahrung und viele praktische Beispiele aus dem Outdoor-Alltag, damit du die Highlands sicher und stressfrei erleben kannst. Gute Vorbereitung, realistische Entscheidungen und Respekt vor der Natur sind der Schlüssel zu unvergesslichen Erlebnissen. Genau dabei soll dir diese Seite helfen.
Inhalt
1. Wandern in Schottland kann einen kalt erwischen – und nicht nur des Wetters wegen
Hattest du auch schon mal ein suboptimales Wandererlebnis? Ich hatte sehr viele, als ich mit dem Wandern in Schottland angefangen habe. Und der Grund dafür war nicht das berühmt-berüchtigte schottische Wetter, sondern ein Mangel an Planung und Kompetenz. Das ist auch der häufigste Grund, warum die schottische Bergrettung gerufen wird: Wanderer haben ihre Tour schlecht vorbereitet, ihre Kompetenzen überschätzt oder die Natur unterschätzt, und sind dadurch in die Bredouille geraten.

Es kommt hier in Schottland immer wieder vor, dass selbst erfahrene Wanderer die Bergrettung rufen müssen. Oft passiert das denjenigen, die schon jahrelange Erfahrung in vielen anderen Wandergebieten dieser Welt gesammelt haben, zum Beispiel in den Alpen, und sich sagen: „Ich war schon auf mehreren 3.000ern und habe schon zig Mal die Alpen auf verschiedenen Routen überquert. Die mickrigen Berge in Schottland sind da doch ein Klacks“.
Die mickrigen Berge können es aber ganz schön in sich haben und scheuen sich auch nicht, das öfters mal zu zeigen.
Planung & Wissen sind das A und O für ein erfolgreiches Abenteuer
Einige Kompetenzen sind deshalb beim Wandern in Schottland unverzichtbar. Wenn du über diese verfügst, kannst du dich selbstbewusst in dein Abenteuer stürzen, und weißt dir immer zu helfen – auch wenn mal etwas nicht nach Plan läuft. Diese Kompetenzen sind:
- Planungsfähigkeiten
- Wie plane ich eine Wanderung richtig?
- Wie interpretiere ich den (Berg)Wetterbericht, und wie wirkt sich das Wetter auf mich und meine geplante Route aus?
- Was benötige ich alles an Ausrüstung für diese Wanderung?
- Wissen
- Wie verhalte ich mich verantwortungsvoll in der Natur?
- Wie navigiere ich mit Karte und Kompass?
- Was mache ich im Notfall?
- Körperliche Fähigkeiten
- Bin ich fit genug für diese Wanderung?
- Wie manage ich meine Energie bei der Wanderung, und wie viel Nahrung muss ich mitnehmen, damit mir die Energie nicht ausgeht?
Je besser du dich in den obigen Bereichen auskennst und die dazugehörigen Kompetenzen besitzt, desto sicherer fühlst du dich, wenn du unterwegs bist, und desto besser kannst du dein Abenteuer genießen.
Wenn du dir jetzt denkst „Na toll, ich kenne mich in den meisten Bereichen da oben gar nicht gut aus“, dann keine Panik: Denn du kannst alles lernen und dir das Wissen aneignen. Übung macht den Meister. Wichtig ist, wenn du keine Erfahrung hast, dass du dein Abenteuer dann eher konservativ planst und klein anfängst – vor allem, wenn du allein unterwegs bist oder mit anderen Anfängern.
2. Besonderheiten & Herausforderungen beim Wandern in den Highlands
Wenn du noch nie in den schottischen Highlands unterwegs warst, gibt es eine große Besonderheit, die Schottland von anderen Wanderregionen unterscheidet: Hier gibt es so gut wie keine markierten Wege und Pfade.
Wenn du nicht gerade auf den gut ausgebauten Fernwanderwegen wie dem West Highland Way oder dem Great Glen Way unterwegs sein möchtest, sondern auch das Hinterland erkunden willst, sei dir im Klaren darüber, dass Wegmarkierungen dort Fehlanzeige sind. Oft gibt es auch nicht mal klar sichtbare Trampelpfade, und du musst dir deinen eigenen Weg suchen. Eigenverantwortung wird beim Wandern in Schottland sehr großgeschrieben.
Wenn ich unterwegs bin, sehe ich immer wieder wie selbst erfahrene Wanderer dieselben Fehler machen, zum Beispiel:
- Schlechte Vorbereitung
- Nicht auf den Wetterbericht schauen, bevor man losgeht
- Nicht die nötige Ausrüstung für die Routen- und Wetterbedingungen dabeihaben
- Mangelndes Wissen
- Keine Kenntnisse in der Navigation mit Karte und Kompass
- Kein verantwortungsvolles Verhalten, z.B. Lagerfeuer machen oder Hunde von der Leine lassen
- Selbstüberschätzung
- Route nicht gemäß den körperlichen Fähigkeiten wählen (zu lang, zu schwierig)
- Weitergehen trotz heikler Umstände (z.B. ohne GPS, Karte und Kompass in den Nebel)
- Unterschätzung der Naturgewalten
- Bei Sturm auf schmale Bergkämme gehen oder an Felsen hochkraxeln
- Bei Starkregen eine Route gehen, die eine Bach- oder Flussüberquerung erfordert
- Im Winter: An Hängen entlanggehen, wo Lawinengefahr besteht
Die gute Nachricht
Fast alle diese Fehler lassen sich vermeiden – mit Planung, Wissen und realistischen Entscheidungen.
Ein gutes Abenteuer fängt deshalb immer schon zu Hause an (bzw. im Hotel, Hostel oder auf dem Campingplatz). Den Planungsprozess brechen wir auf folgende drei Aspekte herunter:
- Routenplanung
- Welche Routen kommen in Frage?
- Wie sieht meine Exit-Strategie auf der jeweiligen Route aus?
- Wetter
- Was sagt der (Berg)Wetterbericht?
- Könnte das Wetter meine geplante Route beeinflussen, oder mich zum spontanen Umplanen zwingen?
- Ausrüstung
- Was brauche ich alles an Equipment für die Wanderung?
In den nächsten Abschnitten schauen wir uns diese drei Punkte genauer an.
3. So planst du deine Wanderung in den Highlands richtig
Auf einen Blick
- Wähle die Route angemessen zu deinem Fitnesslevel und deiner Erfahrung aus
- Schaue dir die Route immer auf einer topografischen Karte an, damit du einen Eindruck über das Gelände bekommst und dir die Route schon mal „verinnerlichen“ kannst
- Überlege dir Exit-Strategien, die du anwendest, wenn du die Tour abbrechen musst
Welche Route soll ich wählen?
Auch wenn du dir im Vorfeld eine Route auf dein Smartphone oder GPS-Gerät runterlädst, ist es immer eine gute Idee, dass du dir die Route sorgfältig anschaust und dir die Routenbeschreibung durchliest (sofern vorhanden). Du erhältst dann nämlich wichtige Informationen wie:
- Welchen Schwierigkeitsgrad hat die Strecke? Ist die Route für mich und meine Mitwanderer geeignet?
- Wie viele pfadlose Abschnitte gibt es und wie lange sind die?
- Fühle ich mich sicher genug, diese Strecke auch bei plötzlich aufkommendem Nebel zu gehen?
- Wie ist die Terrainbeschaffenheit (Heideland, sumpfige Torfmoore, Geröllfelder, schmale Grate, etc.)?
Am besten suchst du dir verschiedene Routen aus und machst eine detaillierte Planung für alle, die in die engere Auswahl kommen. Es ist immer gut, einen Plan B parat zu haben.
Wie sieht meine Exit-Strategie aus?

Für jede deiner geplanten Routen musst du eine Exit-Strategie haben, die sich um die Fragen dreht:
- Was mache ich, wenn unterwegs etwas schiefgeht und ich die Tour nicht wie geplant zu Ende gehen kann?
- Welches ist der sicherste Weg zurück in die Zivilisation?
Ein Blick auf die Karte zeigt, wo ein sinnvoller Ausstieg möglich ist. Wo sind die sicheren Exit-Punkte, an denen du von deiner geplanten Route abweichen kannst, wenn du die Wanderung abbrechen musst? Solche Punkte sind zum Beispiel:
- Pfade, die von einem Bergplateau ins Tal führen, durch das du zurück zur Straße gehen kannst
- Pfadloses Gelände, das du sicher durchqueren kannst (z.B. eine flach abfallende Seite eines Berges mit einfachem Terrain)
Beispiel
Schau dir die eingezeichneten Routen auf dem Bild an. Die blaue Route war meine geplante Wanderung, bei der ich eine Runde über zwei Munros (Beinn a‘ Chaorainn und Beinn Teallach) gehen wollte. Als ich auf Beinn a‘ Chaorainn ankam, hatte ich schon ziemliche Probleme aufgrund der großen Sommerhitze und hohen Luftfeuchtigkeit an dem Tag.
Nach einer langen Pause bin ich die Route weitergegangen in der Hoffnung, dass ich mich bald besser fühle, aber dem war nicht so. Also habe ich mich entschieden, die Wanderung abzubrechen. Da ich vom ersten Gipfel schon ein gutes Stück entfernt war und ich nicht wieder zurückwollte, um das Bergauf zu vermeiden, habe ich die Exit-Route durchs Tal genommen (in rot eingezeichnet). Das war in der Situation der Pfad des geringsten Widerstands.
Wenn ich mich schon auf dem ersten Gipfel entschlossen hätte, abzubrechen, wäre ich auf derselben Strecke zurückgegangen wie die, auf der ich hergekommen bin. Dann wäre das der Weg des geringsten Widerstands gewesen.
Wir merken uns also
Für deine Exit-Strategie wählst du immer einen sicheren Weg, der einen minimalen Widerstand hat. Das heißt:
- Möglichst kein großer Umweg zurück zum Startpunkt
- Möglichst kein schwieriges Gelände
4. Das Wetter in den Highlands
Auf einen Blick
- Beste Monate zum Wandern in Schottland: Mai, Juni, September, Oktober
- Wetterbericht checken am Tag und am Morgen vor der Wanderung
- Pflicht für alle: Herkömmlicher Wetterbericht, z.B. den vom britischen Wetterdienst Met Office
- Pflicht für Bergwanderer: Bergwetterbericht MWIS
Es hat sich mittlerweile sicher herumgesprochen, dass Schottland eine echte Wetterwundertüte ist und man nie so recht weiß, welches Los man zieht, wenn man hierherreist. Und das stimmt. Das schottische Wetter kann zu jeder Jahreszeit echte Kapriolen schlagen. Die besten Monate zum Wandern in Schottland sind der Mai, Juni, September und Oktober. Das heißt aber nicht, dass du in den anderen Monaten keinen Spaß und tolle Erlebnisse haben kannst.
Folgende Tabelle enthält die charakteristischen Wettermerkmale in den verschiedenen Monaten. Beachte dabei aber, dass das nur eine grobe Einschätzung ist. Schneefall im Sommer kann auf den Bergen genauso vorkommen wie T-Shirt-Wetter und strahlender Sonnenschein im November.
| Januar-Februar | Winterfeeling pur – Sehr kalt & stürmisch – Viel Niederschlag – Oft Nebel auf den Bergen – Winterbedingungen in Bergen und im Flachland 👉Nur mit Wintererfahrung und -ausrüstung empfehlenswert |
| März-April | Winterabschied & Vorfrühling – Oft schon frühlingshaft im Flachland – Winterbedingungen in den Bergen möglich – Wechselhaftes Wetter 👉Gut für Touren im Flachland; in den Bergen noch Vorsicht. |
| Mai-Juni | Beste Wanderzeit – Mild bis warm – Vergleichsweise trocken – Noch wenige Midges (Mücken) – Oft gute Sicht auf den Bergen 👉Ideal für Touren in den Bergen & im Flachland |
| Juli-August | Sommer mit Tücken & Mücken – Warm bis heiß – Hohe Luftfeuchtigkeit – Mehr Regen als im Mai und Juni – Höhere Gewittergefahr – Viele Midges – Meist wenig Wind 👉Früh los und Mückenspray mitnehmen |
| September-Oktober | Goldener Herbst – Angenehme Temperaturen – Noch relativ stabiles Wetter – Deutlich weniger Mücken – Mehr Chancen auf Nebel – Ab Mitte Oktober wird’s windiger 👉Sehr gute Wanderzeit für erfahrene Wanderer |
| November-Dezember | Stürmischer Übergang – Kalt & windig – Viel Niederschlag – Kurze Tage – Winterbedingungen in höheren Lagen 👉Gute Planung und Flexibilität nötig |
Vor allem wenn es dich auf die Berge zieht, wirst du feststellen, dass man sich dort oft in einer gefühlt komplett anderen Klimazone wieder findet als unten im Tal. Deshalb: Schau dir den Wetterbericht am Tag vor deiner Tour an, und morgens bevor du losgehst nochmal. Überraschungen sind dann aber immer noch möglich. Willkommen in den Highlands. 😉
Ich bin ein echter Wetter-Nerd und nutze eine Vielzahl verschiedener Info-Quellen. Die beiden wichtigsten, die ich als unverzichtbar ansehe, sind jedoch:
- Der Wetterbericht des britischen Wetterdienstes Met Office
- Der Bergwetterbericht MWIS (Mountain Weather Information Service)
Im Winter kommt dann noch der Lawinenbericht hinzu. Diesen liefert der Scottish Avalanche Information Service (SAIS) jeden Tag zwischen Mitte Dezember und Mitte April.
Der herkömmliche Wetterbericht – Ein Muss für alle

Der Wetterbericht des britischen Wetterdienstes liefert dir einen genaueren Blick in die einzelnen Regionen. In der Suchleiste kannst du sowohl Ortsnamen eingeben als auch die Namen von Bergen (hauptsächlich Munros, z.B. “Ben Nevis”).
Das Regenradar auf der Met Office-Webseite ist ebenfalls sehr brauchbar. Dort siehst du am Morgen vor deiner Tour, ob und mit wie viel Niederschlag du rechnen musst.
Hast du ein klares Bild über die Wetterbedingungen an deinem Wandertag, überlegst du dir, wie sich das Wetter auf dich und auf deine Route auswirken könnte. Folgende Fragen sind hilfreich:
- Wie wirkt sich der Wind auf mein Vorankommen aus? Ist es eventuell sinnvoller, die Tour in die andere Richtung zu gehen, damit ich nicht auf dem windexponierten Plateau ständig gegen den Wind gehen muss?
- Sind auf meiner Strecke Bäche oder Flüsse zu queren, die sich bei starkem Regen oder bei großflächiger Schneeschmelze in reißende Ströme verwandeln könnten und unpassierbar werden?
- Könnte große Hitze zum Problem werden? Ist es sinnvoller, früher zu starten, um bei Mittagshitze den schweren Aufstieg schon hinter sich zu haben?
Der Bergwetterbericht – Pflicht für Gipfelstürmer
Der MWIS-Bericht liefert eine 3-Tage-Vorschau für fünf verschiedene Bergregionen in Schottland, und wird immer nachmittags – meist zwischen 16 Uhr und 17 Uhr – aktualisiert. Dieser Bergwetterbericht gibt die Wetterbedingungen auf den Gipfeln an. Daraus lässt sich gut ableiten, ob die geplante Route in dem vorhergesagten Wetter sicher machbar ist. Du siehst zum Beispiel auf einen Blick, welche Windgeschwindigkeiten in höheren Lagen erwartet werden. Hast du eine Route geplant, die über einen schmalen Grat führt und es sind Orkanböen vorhergesagt, weißt du, dass du die geplante Tour lieber an einem anderen Tag machen solltest.
Du bist dir nicht sicher, ob du einer Tour gewachsen bist, oder du traust dir etwas nicht ganz zu, möchtest es aber trotzdem versuchen? Dann kontaktiere mich doch einfach. Ich begleite dich gerne als Guide und helfe dir bei der Planung und Vorbereitung.
5. Ausrüstung fürs Wandern in Schottland
Auf einen Blick
Zur minimalen Ausrüstung für eine Wanderung in den Highlands zwischen Frühling und Herbst gehört folgendes:
- Festes Schuhwerk
- Bequeme Wanderhose
- T-Shirt oder langärmliges Shirt
- Dünnes Fleece als wärmende Zwischenschicht
- Regenjacke
- Erste-Hilfe-Set
- 30l-Rucksack
- Wanderkarte und Kompass
Je nachdem in welcher Jahreszeit du unterwegs bist und was gerade für Wetter in den Highlands herrscht, sind auch folgende Gegenstände wichtiges Equipment:
- Sonnenhut, Sonnenbrille, Sonnencreme
- Wollmütze, Schal/Buff
- Handschuhe
Die Wettervorhersage gibt schon gute Hinweise, was kleidungsmäßig mit auf Tour kommt und was du nicht mitschleppen musst. Im Zweifel lieber ein Kleidungsstück mitnehmen als es zurücklassen (z.B. die Regenjacke).
Für mehr Komfort sind außerdem noch empfehlenswert:
- Trekkingstöcke
- Gamaschen (wenn du in sumpfigem Gebiet unterwegs ist, verhindern die, dass deine Hosenbeine dreckig werden und dass von oben Schlamm oder Steinchen in deine Schuhe gelangen)
- Trinkblase mit Schlauch, damit man nicht jedes Mal, wenn man trinken möchte, den Rucksack absetzen muss
Verzichte auf Kleidung mit hohem Baumwollanteil
Insbesondere Regen kann öfters für Überraschungsmomente während einer Wanderung in den Highlands sorgen. Eine Wanderhose aus wasserabweisendem und schnelltrocknendem Material ist deshalb sehr zu empfehlen.
Ich rate generell von Kleidung mit hohem Baumwollanteil ab (dazu zählen auch Jeans). Baumwolle hat die Eigenschaften eines Schwammes: Sie saugt sich mit Wasser voll. Trägst du Baumwolle direkt auf der Haut, wird es besonders eklig. Der Baumwollstoff braucht erstens ewig lange, bis er wieder trocken ist, und zweitens verliert er seine Isolationseigenschaften sobald er nass ist. Das heißt, der Stoff klebt dir dann nass auf der Haut, was sich bei Wind sehr unangenehm anfühlt, dich leichter frieren lässt und im schlimmsten Fall zu Unterkühlung führen kann. Kleidung aus Mikrofaser oder Merinowolle ist daher besser geeignet.
6. Sicherheit & Verantwortung beim Wandern in den Highlands
Dank des großzügigen Wegerechts steht uns Wanderern fast das ganze Land für unsere Erkundungen zu Fuß offen. Doch mangels markierter Wege führt das manch einen manchmal in die grenzenlose Weite, obwohl man dort gar nicht hin wollte. Die Themen „Sicherheit“ und „Verantwortung“ dürfen wir deshalb nicht außer Acht lassen.
Auf einen Blick
- Wir leben nach dem Outdoor Access Code: Wir verhalten uns verantwortungsbewusst und respektieren andere Menschen und die Natur
- Navigation mit Karte und Kompass ist ein wichtiger Skill für alle, die in den Bergen und abseits von Pfaden unterwegs sind
- Karten-Apps mit digitalen Wanderkarten und GPS sind empfehlenswert als Ergänzung zu Karte und Kompass
Unsere Verantwortung für uns selbst & für andere

Wie bereits erwähnt, haben wir in Schottland ein sehr großzügiges Wegerecht und dürfen fast überall wandern (und auch campen), ohne vorher um Erlaubnis fragen zu müssen. Dieses Wegerecht wurde 2003 in der schottischen Verfassung verankert. Wir als Wanderer haben aber nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Diese sind im Scottish Outdoor Access Code zusammengefasst:
- Übernehme Verantwortung für alles, was du unterwegs tust
- Respektiere andere
- Verhalte dich so, dass Menschen, die arbeiten wo du wanderst, ungehindert ihrer Arbeit nachgehen können
- Nimm Rücksicht auf die Natur und andere Menschen
- Habe deinen Hund stets unter Kontrolle
Im Grunde genommen sind es also einige ganz einfache Regeln, die wir beachten müssen, um uns verantwortungsvoll zu verhalten.
Einige Negativ-Beispiele für nicht verantwortungsvolles Verhalten
- Über ein Grundstück oder durch einen Garten wandern, oder dort campen
- Über Baustellen, Bahngleise (wenn nicht explizit als Übergang markiert), Flughafen- oder Militärgelände gehen
- Durch ein bepflanztes Feld gehen
- Gatter offenlassen
- Offenes Feuer machen (z.B. Lagerfeuer oder Einmalgrills; in den Highlands besteht fast das ganze Jahr und vor allem zwischen März und September ein sehr hohes Brandrisiko, da der Boden aus Torf ist und nicht viel braucht, um sich zu entzünden – selbst wenn er etwas feucht ist)
- Mit motorisierten Fahrzeugen auf nicht-öffentlichen Straßen oder privatem Land fahren
- Fahrzeug vor einem Gatter oder in einem Passing Place abstellen
- Zäune beschädigen, indem man darüber klettert, anstatt einen Zaunübertritt zu nutzen (nach denen muss man manchmal suchen, aber auf beliebten Wanderstrecken sind sie da)
- Den Hund in Gegenden mit bodenbrütenden Vögeln von der Leine lassen (besonders im Frühjahr)
- Den Hund Schafen und Kühen nachjagen lassen (in diesem Fall hat der Bauer sogar das Recht, den Hund abzuschießen!)
- Das große Geschäft in Wassernähe verrichten (weniger als 100 m von einem Bach oder Fluss entfernt) und nicht vergraben
- Müll in die Landschaft werfen (dazu zählen auch kompostierbare Hundekotbeutel, Toilettenpapier und Sanitätsprodukte)
Navigation mit Karte & Kompass – Warum dieser Skill auch in Zeiten von GPS sehr hilfreich ist
Paart man den Umstand von unmarkierten Wegen bzw. pfadlosem Gelände mit dem schnell wechselnden Wetter, kann das vor allem in den Bergen unschöne Konsequenzen haben: Es kommt plötzlich Nebel auf und wir stehen bei 5 m Sicht auf einem pfadlosen Bergplateau. Was nun?

Du denkst dir: „In Zeiten von GPS und Smartphone-Karten-Apps kein Problem: Ich schaue einfach, wo ich bin und folge dem GPS-Marker die Route entlang. Was kann da schon schiefgehen?„
So manches:
- Du schaust die ganze Zeit auf ein Display und nicht mehr auf den Boden: Das erhöht das Risiko fürs Stolpern und für Verletzungen drastisch
- Der Akku deines Smartphones geht auf diese Weise sehr schnell leer: Er hält möglicherweise nicht bis zum Ende der Wanderung durch, oder du kannst das Gerät später nicht mehr benutzen, wenn du doch einen Notruf absetzen musst
- Dein Gerät funktioniert nicht mehr, z.B. weil es durch starken Regen nass geworden ist, oder genau dann eine Fehlfunktion hat, wenn du es am dringendsten brauchst
Kurzum: Dich allein auf dein GPS zu verlassen, wenn du irgendwo im schottischen Hinterland unterwegs bist, ist keine gute Idee. Als Backup ist es ratsam, immer eine topografische Wanderkarte und einen Kompass dabei zu haben (und natürlich zu wissen, wie man diese Dinge benutzt).
Bevor du dich ins Abenteuer stürzt, mache dich mit Karte und Kompass vertraut, und lerne die Grundlagen. Ich vermittle diese Fähigkeiten auch immer wieder auf meinen geführten Touren, und sehe dort wie sich meine Gäste am Ende des Tages schon viel mehr zutrauen.
Ich garantiere dir deshalb, dass die Zeit, die du ins Lernen dieser Old-School-Navigationsmethode investierst, nicht verschwendet sein wird. Du wirst dich auf deinem Abenteuer um einiges sicherer fühlen, und nicht in Panik geraten, wenn Nebel oder Dunkelheit auf dich zukommen.
Welche Wanderkarten soll ich benutzen?
Die topografischen Karten des britischen Vermessungsdienstes Ordnance Survey gehören zu den besten der Welt und zeichnen sich durch ihre hohe Detailgenauigkeit aus. Sie sind erhältlich in zwei Maßstäben:
- OS Explorer Maps: 1:25.000 (1 mm auf der Karte entspricht 25.000 mm = 25 m in der Realität)
- OS Landranger Maps: 1:50.000 (1 mm auf der Karte entspricht 50.000 mm = 50 m in der Realität)
Anfängern empfehle ich die Explorer-Varianten, da diese mehr Details haben und sich die Landschaft so besser interpretieren lässt als auf den Landranger-Karten.
Welche Apps zum Wandern in Schottland?
Wander-Apps gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Ich selbst benutze Memory Map in Verbindung mit den digitalen OS Explorer- und Landranger-Karten. Wenn du aber nicht nur in Großbritannien unterwegs bist, ist es lohnenswerter, sich bei den üblichen Verdächtigen umzuschauen: Komoot, Outdoor Active, etc.
Am wichtigsten bei einer App ist, dass du dir die Karten herunterladen kannst, um sie offline zu benutzen, da du beim Wandern in den schottischen Highlands nur selten die ganze Zeit ein Mobilfunksignal hast.
7. Nebel, Wind, Starkregen & Gewitter
Auf einen Blick
- Wird das Wetter zur Herausforderung, sind realistische Entscheidungen wichtig.
- Im Nebel: Wie sicher fühlst du dich mit deinen dir zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln?
- Im Wind: Ab Windstärken von 40 mph (64 km/h) wird es sehr ungemütlich
- Im Starkregen: Bist du schon komplett nass uns es wird frisch? Dann lieber abbrechen.
- Bei Gewitter: Sofort runter vom Berg und bestenfalls Unterschlupf in einem Gebäude suchen.
Vom Nebel überrascht – was nun?
Die Highlands sind für ihren Nebel bekannt. Beim Wandern in Schottland muss man also darauf gefasst sein, dass man auch plötzlich mal im Nebel stehen kann. Insbesondere in den Bergen und in höheren Lagen kann das zu jeder Jahreszeit passieren.

Regelmäßig nach oben und in die Ferne schauen, wo die Wolken herkommen, hilft dabei, dass du nicht komplett überrumpelt wirst. Doch was, wenn du siehst, dass du in ungefähr 10 Minuten keine Sicht mehr haben wirst und mitten in der Pampa stehst?
Dann muss eine Entscheidung her. Und die sieht je nach Situation, Person und Können anders aus. Die folgenden Fragen helfen dir bei der Entscheidungsfindung:
- Wo bist du gerade? Auf einem Plateau oder Gipfel, oder in einem Tal?
- Kannst du einem klar erkennbaren Pfad folgen, oder bist du in pfadlosem Gelände unterwegs?
- Wie gravierend sind die derzeitigen Wetterbedingungen, und welche Auswirkungen haben sie auf deinen Körper, deine geistigen Fähigkeiten und dein Selbstvertrauen?
- Wie sicher fühlst du dich unter den derzeitigen Bedingungen? Hast du das Gefühl, die Kontrolle zu behalten oder zu verlieren?
- Wie gut ausgerüstet bist du für die derzeitigen Wetterbedingungen? Hast du eine Karte und einen Kompass dabei, und weißt damit umzugehen?
- Reicht der Akku auf deinem Smartphone noch, damit du mit GPS deine Tour wie geplant zu Ende bringen kannst, oder musst du auf dem schnellsten Weg aus der Nebelsuppe raus?
Je sicherer du dich fühlst, desto besser gewappnet bist du in einer herausfordernden Situation. Dein Sicherheitsgefühl steigerst du mit einer guten Planung und mit der Aneignung von Wissen. Wenn du zum Beispiel richtig fit bist im Navigieren mit Karte und Kompass, kann dir plötzlich aufkommender Nebel nichts anhaben – selbst wenn dein Smartphone einen niedrigen Akkustand oder schon den Geist aufgegeben hat.
Anekdote
Als ich mit Wandern in den Highlands angefangen habe, hatte ich keine Ahnung vom Navigieren mit Karte und Kompass. Ich hatte diese Gegenstände nicht einmal, und habe mich blind auf mein Smartphone und meine Karten-App verlassen.
Im Nebel habe ich mich deshalb immer sehr unsicher gefühlt, und ich habe die schönsten Wanderungen abgebrochen, wenn ich gesehen habe, dass Nebel aufkommt. Das war schade.
Als ich dann aber gelernt habe, wie man mit Karte und Kompass umgeht, war das ein extremer Boost für mein Selbstvertrauen und Sicherheitsgefühl.
Mittlerweile freue ich mich sogar, wenn Nebel aufkommt, weil das eine gute Gelegenheit ist, meine Navigationsfähigkeiten unter Beweis zu stellen und sie zu verbessern.
Wind – Manchmal umwerfend

Wenn du noch nie beim Wandern in Schottland warst, wirst du auf deinen Touren sehr schnell feststellen: Hier weht meistens Wind. Windstille Tage sind echte Raritäten und kommen oft nur in den Sommermonaten vor, wenn man etwas Wind zur Abkühlung und zum Fernhalten der Midges eigentlich ganz gut gebrauchen könnte. Die Norm in den Highlands ist eher, dass mindestens eine moderate Brise weht.
Ab und an geht es aber auch ganz schön stürmisch zu, insbesondere auf den Bergen. Wenn du im Tal schon eine Brise spürst, kannst du davon ausgehen, dass der Wind auf dem Gipfel um einiges stärker ist. Wind kann dich in den Bergen am Vorankommen hindern und ist von unerfahrenen Wanderern DIE unterschätzte Naturgewalt schlechthin. Sturm- oder Orkanböen können dich ganz plötzlich umreißen, dich aus der Balance bringen, und deinen Fortschritt zum Schneckentempo abbremsen – manchmal so stark, dass du nur auf allen Vieren vorankommst.
Starker Wind reduziert die gefühlte Temperatur
Starker Wind hindert nicht nur das Vorankommen, sondern senkt auch die gefühlte Temperatur ab. Je windiger es ist, desto kälter fühlt sich die Luft auf deiner Haut an. Dieser Umstand wird von unerfahrenen Bergwanderern meistens unterschätzt.
Beispiel
In Fort William (liegt auf Meereshöhe) weht eine moderate Brise und es hat 15 Grad. Wer jetzt die Jacke im Auto lässt und auf den Ben Nevis wandert (1.345 m über dem Meeresspiegel), wird das bereuen. Erstens ist es dort oben deutlich kälter, weil höher, und zweitens ist der Wind in höheren Lagen stärker als in niedrigen. Die Temperatur auf dem Gipfel von Ben Nevis kann so leicht in den 5°C-Bereich oder noch tiefer rutschen. In T-Shirt und Shorts ist das schon extrem frisch.
Herkömmlicher Wind vs. Böen – wichtiger Unterschied
Unbedingt voneinander zu unterscheiden sind die herkömmliche Windgeschwindigkeit und die Geschwindigkeit der Böen. Die herkömmliche Windgeschwindigkeit ist die „Grundstärke“ des Winds, die dir die ganze Zeit um die Ohren bläst. Die Geschwindigkeit und Richtung der Böen kann sich von der Windgeschwindigkeit und -richtung sehr stark unterscheiden. Vor allem in den Bergen muss man bei windigen Bedingungen immer mit starken Böen rechnen, die gerne auch mal von der Seite kommen und einen aus der Balance bringen können. Böen werden im englischsprachigen Wetterbericht als „gusts“ bezeichnet. Schau dir immer beide Werte an, also für „wind speed“ und für „gusts“.
Beim Wandern in den Highlands ist es extrem wichtig, abschätzen zu können, wann beim Wind Schluss mit lustig ist. Die Infos zu den Windstärken erhältst du sowohl aus dem herkömmlichen Wetterbericht von Met Office, als auch aus dem Bergwetterbericht MWIS. In beiden ist die Windstärke in mph (Meilen pro Stunde) angegeben. Multiplizierst du den Wert mit 1,6 erhältst du km/h: 40 mph entsprechen zum Beispiel 64 km/h.
Wann wird Wind nun aber unerträglich oder sogar gefährlich?
Bei 30 mph (48 km/h) haben wir es mit starkem Wind zu tun. Den empfinden die meisten schon als sehr unangenehm, und der kann das Vorankommen bereits erschweren.
Bei 40 mph (64 km/h) sprechen wir von stürmischem Wind. Kündigt der Wetterbericht solche Windstärken an, will eine Bergwanderung gut überlegt sein, denn einzelne Böen können hier locker im Bereich von 50 bis 60 mph sein, und das sind die Bereiche, ab denen es gefährlich wird.
Bei 50 mph (80 km/h) sind wir im Sturm unterwegs. Das Vorankommen ist dann oft von Seitenböen unterbrochen, die einen fast (oder manchmal sogar richtig) von den Beinen reißen. Man kommt dann nur noch in gebückter Haltung voran, was sehr viel Zeit benötigt und sehr energieraubend ist.
Ab 60 mph Windgschwindigkeit besteht Lebensgefahr, da Böen dann im Bereich von über 70 mph sein können. Das ist stark genug, dich nicht nur umzureißen, sondern auch mehrere Meter weit durch die Luft zu werfen. Ist man bei solchen Bedingungen auf einem schmalen Grat oder in der Nähe von Steilhängen unterwegs, kann das fatal sein.
Was dein persönlicher Toleranzbereich ist, findest du während deiner Abenteuer schnell selbst heraus. Ich empfehle dir jedoch, ab Gipfel-Windgeschwindigkeiten von 40 mph im Tal zu bleiben. Das ist sicherer und angenehmer.
Starkregen & Gewitter – Wann wird’s gefährlich?
Genau wie Nebel und Wind ist auch Regen aus den Highlands nicht wegzudenken. Während ein Regenschauer an einem heißen Tag im Juli eine schöne Erfrischung sein kann, kann derselbe Schauer an einem kühlen Tag im Frühjahr oder Herbst echte Probleme verursachen. Niedrige Temperaturen und nasse Kleidung sind keine gute Kombination, denn sie können schnell zu Unterkühlung führen – und nach einiger Zeit sogar zum Notfall werden. Hast du also keine Regenkleidung mitgenommen an einem frischen – und möglicherweise auch windigen – Tag, ist nach einem heftigen Schauer die Exit-Strategie möglicherweise die sicherste Alternative.
Tipp
Beim Wandern in den Highlands ist es empfehlenswert, regelmäßig einen Blick Richtung Himmel und in die Windrichtung zu werfen. Regen- und Gewitterwolken sind leicht zu identifizieren, und es lässt sich auch ungefähr abschätzen, wie lange es noch dauert, bis „das Wetter“ da ist. So reduzierst du die Wahrscheinlichkeit davon überrascht zu werden und hast Zeit, deine Routenplanung anzupassen und die Regenjacke anzuziehen.
Die gute Nachricht bei Gewittern in den Highlands: Sie ziehen nicht urplötzlich aus dem Nichts auf (so wie manchmal in den Alpen). Eine Gewitterwolke siehst du schon aus vielen Kilometern Entfernung aufziehen und sich zusammenbrauen. Je früher du ein Gewitter als solches erkennst, desto besser, denn das gibt dir wertvolle Zeit zum Handeln.
Wenn du Donner hörst, bist du in Reichweite des Blitzes!
Sobald du siehst, dass ein Gewitter in deine Richtung zieht, gilt: Runter vom Berg. Sofort! Auf niedrigen Grund zu kommen, hat jetzt absolute Priorität. Als nächstes gilt es Schutz zu suchen, und das ist die eigentliche Herausforderung, denn guten Schutz vor einem Gewitter bieten nur Gebäude. Geschlossene Fahrzeuge sind die nächstbeste Alternative.

Vermeide unbedingt die folgenden vermeintlich sicheren Unterschlüpfe, denn sie können zur Todesfalle werden:
- Bäume
Funktionieren wie Blitzableiter und ziehen Blitze magisch an, vor allem wenn sie allein stehen. - Felsüberhänge und Felshöhlen
Sehen sicher aus, sind es aber nicht. Der Blitz sucht sich immer den Weg des geringsten Widerstands zum Boden. Wenn du unter einem Felsüberhang oder in einer Höhle sitzt und der Blitz schlägt oben auf dem Felsen ein, kann der kürzeste Weg zum Boden direkt durch dich hindurch sein. - Zelt
Die Metallstangen ziehen den Blitz an. Selbst wenn das Zelt kein Metallgestänge hat, und es der höchste Punkt in der Landschaft ist, ist es ein Blitzmagnet.
Sichere Schutzräume sind rar gesät oder oft gar nicht vorhanden, wenn du im Hinterland unterwegs bist. Was also machst du, wenn du dem Gewitter nicht entkommen kannst? Hier die beste Strategie:
- Wenn du mit anderen unterwegs bist, haltet mindestens 50 m voneinander Abstand und verteilt euch in der Landschaft
- Lasse sämtliche Metallgegenstände (Trekkingstöcke, Rucksack mit Tragegestänge aus Metall) mindestens 50 m von dir entfernt liegen
- Suche dir einen Ort, der niedriger ist als der Rest deiner Umgebung, z.B. eine Senke
- Suche dir einen Ort mit möglichst trockenem Untergrund, und meide Orte nah am Wasser, z.B. Bäche, Seen oder Tümpel
- Gehe in die Hocke (oder setze dich auf deinen Rucksack, falls nicht zurückgelassen), mit Händen auf den Knien und dem Kopf zwischen den Oberschenkeln
Dein Ziel ist es, so wenig wie möglich Kontakt mit dem Boden zu haben.
Lege dich niemals flach auf den Boden. Ein Blitz kann von seiner Einschlagstelle aus noch bis zu 30 Meter weiter im Boden seine Funken verteilen. Je weniger Körperkontakt du mit dem Boden hast, desto besser.
Wenn das Gewitter vorübergezogen ist, warte mindestens noch 30 Minuten in deiner zusammengekauerten Position, denn du bist möglicherweise immer noch in Reichweite des Blitzes.
8. Notfälle & Mountain Rescue
Glücklicherweise geht eine Wanderung in den Highlands allermeistens gut, auch wenn nicht immer alles nach Plan verläuft. Doch manchmal kommt es vor, dass aus einer brenzligen Situation ein Notfall wird. Sobald klar ist, dass du oder deine Gruppe es nicht aus eigener Kraft zurück in die Zivilisation schaffen, oder wenn ein schwerer medizinischer Notfall vorliegt, gibt es nur eins zu tun: Rufe die Bergrettung.
Die Bergrettung heißt in Schottland „Mountain Rescue“. Sie ist rein aus Freiwilligen organisiert, aber absolut professionell und jeden Tag rund um die Uhr erreichbar. So rufst du sie zu Hilfe:
- Wähle 999 (das ist der britische Notruf)
- Frage nach der Polizei und dort dann explizit nach „Mountain Rescue“
- Du wirst gefragt, wo du bist und dann mit dem zuständigen Rettungsteam verbunden
- Dein Ansprechpartner bei der Mountain Rescue wird dir einige Fragen stellen, die du so detailliert wie möglich beantworten solltest:
- Wo bist du? Je präziser du deine Position durchgeben kannst, desto schneller findet dich das Rettungsteam
- Was ist passiert? Erkläre, was der Notfall ist, z.B. wer verletzt ist, die Art der Verletzung oder dass du dich verlaufen hast und nicht mehr zurückfindest
- Die Bergrettung wird dann ein Team losschicken, um dich/euch schnellstmöglich zu finden
- Wenn du guten Empfang hast, bleibt dein Ansprechpartner mit dir in Kontakt und sagt dir, was du tun sollst
9. Den Körper fordern ohne zu überfordern
Dein Körper wird beim Wandern in den schottischen Highlands ganz schön gefordert, denn er muss manchmal echte Höchstleistungen vollbringen. Es geht hier nicht nur über Stock und Stein, sondern auch mal durch kniehohes Heidekraut, durch Schlammlöcher und Torfmoore, über Bäche und durch Geröllfelder. Das Vorankommen ist dann je nach Terrain mehr oder weniger fordernd und anstrengend.
Damit dein Körper und deine Konzentrationsfähigkeit jederzeit zuverlässig funktionieren, musst du deinen Körper unterwegs mit Energie versorgen und diese auch richtig managen.
Am besten gehst du schon vor deiner Reise nach Schottland einige Male wandern, um ein Gefühl für Distanzen und Höhenmeter zu bekommen, und zu sehen, wie sich dein Körper dabei und danach anfühlt.
Genug Futter mitnehmen
Beim Bergwandern verbrennst du durchschnittlich 400 Kalorien pro Stunde – im Winter sogar noch mehr, weil dein Körper dort mehr Energie braucht, um warmzubleiben und du einen schwereren Rucksack mit dir herumschleppst.

Bei einer 5-stündigen Bergwanderung unter Sommerbedingungen verbrennst du so ungefähr 2.000 Kalorien. Du musst nun aber nicht 2.000 Kalorien an Nahrung mitnehmen. Einen Teil der verbrauchten Kalorien kannst du auch nach der Wanderung ersetzen. Gar nichts zu futtern mitzunehmen, ist aber keine gute Idee, selbst wenn du abnehmen willst. Nahrung hat bei einer Wanderung nämlich einige wichtige Funktionen:
- Sie liefert dir schnelle Energie, was herausfordernde Abschnitte leichter machen kann, z.B. lange oder sehr steile Aufstiege
- Sie steigert deine Moral und dein Wohlbefinden (was gibt es Schöneres, ein leckeres Sandwich bei einer tollen Aussicht zu genießen, oder ein Stück Schokolade zu verzehren, wenn man nach 8 Stunden wandern noch 10 Kilometer an Strecke zu bewältigen hat?)
Protein- und kohlenhydratreiche Nahrung ist fürs Wandern am besten geeignet. Nüsse und Müsliriegel sind immer eine gute Wahl, und halten auch das Packgewicht in Grenzen.
Wie viel Nahrung du zum Wandern mitnehmen solltest, findest du mit der Zeit selbst raus. Anfangen kannst du vielleicht so: Ein Müsliriegel pro 2 Stunden wandern, ein Sandwich als Mahlzeit für die Hauptpause und zwischendurch zum Knabbern eine Packung Nüsse oder Studentenfutter.
Immer ausreichend trinken
Was im Alltag meistens selbstverständlich ist, ist beim Wandern plötzlich völlig out: Regelmäßig und ausreichend zu trinken. Wenn ich mit Gruppen unterwegs bin, fallen mir immer zwei Hauptgründe auf, warum die Personen nichts trinken:
- Die Trinkflasche ist im Rucksack und man möchte nicht stehenbleiben, um sie herauszuholen
- Bei Frauen: Sie haben Angst draußen zur Toilette gehen zu müssen, weil sie nicht gern „wildpinkeln“
Ich erinnere meine Gäste deshalb immer in regelmäßigen Abständen ans Trinken und bleibe bewusst mit der Gruppe für eine Trinkpause stehen. Wenn du auch aus den oben genannten Gründen beim Wandern aufs Trinken verzichtest, solltest du dir angewöhnen, regelmäßige Trinkpausen einzulegen. Du tust dir nämlich keinen Gefallen damit, wenn du deinen Körper dehydrierst. Das wirkt sich nur negativ auf dein Wohlbefinden, deine Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit aus.
Und allen Frauen kann ich nur sagen: Du findest immer ein stilles Örtchen, um dich zu erleichtern. Bitte verzichte deshalb nicht aufs Trinken.
Wie viel Wasser soll ich zum Wandern mitnehmen?
Wie viel Wasser du mitnehmen solltest, ist so einfach beantwortet, wie die Frage nach der Nahrungsmenge: Es kommt immer auf die einzelne Person an. Für eine Tageswanderung ist 1 Liter Wasser aber auf jeden Fall angebracht. Bei sehr hohen Temperaturen lieber 2 Liter.
Tipp
Schau dir bei deiner Routenplanung schon an, wo du an Bächen vorbei kommst. Vor allem Gebirgsbäche sind in den Highlands sehr gute Erfrischungsstationen, wo du deine Flasche auffüllen kannst. So musst du zu Anfang weniger Wasser mit dir herumschleppen.
Richtiges Energiemanagement beim Wandern für maximale Ausdauer
Das Zuführen von Energie ist das eine, das Maximum aus dieser zugeführten Energie herauszuholen das andere. Wenn du deine Energie optimal managst, hast du auch bei sehr langen Wanderungen noch Spaß.
Den größten Fehler, den viele immer wieder machen ist: Am Anfang der Wanderung in einem Affenzahn losstürmen. Dann wundert man sich nach einer halben Stunde (oder schon früher), warum man sich auf einmal so schlapp fühlt und schon außer Puste ist.
Goldene Regel beim Wandern
Gehe nur so schnell, dass du möglichst niemals außer Atem gerätst.
Beim Bergaufgehen sind kleine Schritte empfehlenswert, auch wenn es sich anfühlt, als würdest du im Schneckentempo gehen. Das ist besser als wenn du schneller gehst und dann alle 50 Meter stehenbleiben musst um Luft zu holen. Mit kleinen Schritten und langsamen Tempo nutzt du deine Energie optimal, und hilfst deinem Körper dabei, die Energie über einen längeren Zeitraum bereitzustellen. Das Resultat: Du erhöhst deine Ausdauer, hältst auch lange Wanderungen durch, und dein Körper braucht nach der Wanderung weniger Zeit zur Regeneration.
10. Mit einem Guide wandern in Schottland
Freiheit, Weite und Abenteuer: Dafür stehen die schottischen Highlands. Gleichzeitig stehen sie aber auch für: kaum markierte Wege, schnell wechselndes Wetter, große Distanzen und oft anspruchsvolles Gelände. Genau deshalb kann es in vielen Situationen sinnvoll sein, mit einem erfahrenen einheimischen Guide unterwegs zu sein.
Ein geführtes Wandererlebnis nimmt dir nicht das Abenteuer – es gibt dir vielmehr Sicherheit, tiefere Einblicke in die Natur und Landschaft um dich herum, und mehr Raum zum Genießen.
Die Vorteile eines einheimischen Guides
Ich lebe seit 2020 in den schottischen Highlands und bin zu jeder Jahreszeit draußen unterwegs – entweder als Bergführerin für andere oder allein. Die Highlands kenne ich also mittlerweile wie meine Westentasche. Das hat ganz konkrete Vorteile für dich:

- Realistische Routenwahl
Ich passe die Tour an dein Können, das aktuelle Wetter und die Bedingungen vor Ort an – unterwegs bleiben wir flexibel und treffen Entscheidungen immer gemeinsam. - Sicherheit & Entscheidungsfindung
Gerade bei Nebel, starkem Wind oder Regen ist es beruhigend, jemanden an der Seite zu haben, der Situationen richtig einschätzen kann und weiß, was zu tun ist. - Navigation ohne Stress
Du musst nicht ständig auf dein GPS schauen, sondern kannst dich voll und ganz auf die Landschaft einlassen und die Natur genießen. - Lokales Wissen
Ich teile nicht nur Wanderwissen, sondern auch Hintergründe zu Landschaft, Natur und Besonderheiten der Region – oft auch Dinge, die in keinem Wanderführer stehen. - Unterwegs lernen
Wenn du möchtest, erkläre ich dir unterwegs Planung, Navigation und Entscheidungsprozesse, sodass du auch für zukünftige Solo-Touren profitierst.
Geführt wandern heißt nicht „geführt werden“
Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass man bei einer geführten Tour „nur hinterherläuft“. Das Gegenteil ist der Fall: Mir ist wichtig, dass du verstehst, warum wir welche Entscheidungen treffen, und dass du aktiv Teil der Tour bist.
Du sollst dich nach der Wanderung nicht nur glücklich, sondern auch sicherer und selbstbewusster fühlen. Viele meiner Gäste buchen keinen Guide, weil sie eine Tour nicht allein schaffen würden, sondern weil sie sie entspannter erleben wollen und nebenbei auch noch interessante Dinge lernen möchten.
Mein Ansatz als Bergführerin in Schottland
Sicherheit steht für mich immer an erster Stelle – dicht gefolgt von Genuss. Ich plane Touren so, damit du dich wohlfühlst. Gemütlich und gediegen? Kein Problem. Fordernd und anspruchsvoll? Auch kein Problem. Ich schaffe für dich ein stimmiges, spannendes und intensives Naturerlebnis, das dir noch lange Zeit in positiver Erinnerung bleibt.
Wenn du die schottischen Highlands bewusst erleben möchtest, ohne dich permanent um Navigation, Wetter oder Risiken sorgen zu müssen, begleite ich dich gern auf deinem Abenteuer. Schicke mir doch einfach eine Nachricht über das Kontaktformular und wir planen dein Abenteuer gemeinsam.
11. FAQs zum Wandern in Schottland
In diesem Abschnitt fasse ich noch einige Fragen zusammen, die mir immer wieder von Abenteuerlustigen gestellt werden, die zum ersten Mal beim Wandern in Schottland sind.
Kann ich Wasser aus Bächen trinken?
Ja, Wasser aus Gebirgsbächen sind in der Regel kein Problem. Je weiter oben und näher an der Quelle, desto sicherer. Fließt ein Bach durch Weideland, wo viele Schafe oder Rinder sind, fülle lieber nicht auf. Das gleiche gilt auch für große Flüsse, die schon durch zig Ortschaften geflossen sind.
Kann ich während der Jagdsaison eine Wanderung in den Highlands machen?

Ja, klar. Die Jagdsaison ist kein Grund, aufs Wandern in den Highlands zu verzichten. Halte dich dabei aber an etablierte Routen und schaue dir am Startpunkt der Wanderung eventuelle Hinweisschilder genau an, auf denen die sicheren Wege und jagdfreien Zonen beschrieben sind. Vermeide es während der Jagdsaison querfeldein in Bergkessel zu gehen, da dort oft die größte Jagdaktivität stattfindet.
Auf der Seite „Heading for the Scottish Hills“ erhältst du genauere Infos, in welcher Region und in welchen Zeiträumen gejagt wird, und welche Gebiete nicht bejagt werden. Sonntags wird üblicherweise nicht gejagt.
In unterschiedlichen Zeitärumen wird auf verschiedene Tiere Jagd gemacht, wobei die Jagd auf Rotwild am intensivsten betrieben wird. Die Zeiträume dafür sind:
- Hirsche: 1. Juli – 20. Oktober
- Hirschkühe: 21. Oktober – 15. Februar
Ist es gefährlich, in Schottland allein wandern zu gehen?
Die größte Gefahr beim Wandern in Schottland ist tatsächlich, dass man sich verläuft oder durch plötzlich schlechtes Wetter in die Bredouille gerät. Gefährlich ist es also nur für diejenigen, die über sehr wenig Erfahrung und Wissen verfügen. Im Zweifel: eine einfachere Route wählen, sich einer Gruppe anschließen oder einen Guide buchen.
Brauche ich einen Guide zum Wandern in den Highlands?
Nein, du kannst deine Touren selbstverständlich ohne Guide bestreiten. Wenn du dir eine Tour allein nicht zutraust oder du lernen möchtest, wie du beim Wandern eigenständiger und selbstbewusster wirst, kann dir ein Guide jedoch erheblich helfen. Melde dich gerne bei mir, wenn du einen Guide für dein Highland-Abenteuer brauchst.
Wie schwierig sind Wanderungen in Schottland?
Die Schwierigkeitsgrade reichen je nach Route von „sehr einfach“ bis „sehr anspruchsvoll“. Die einfachsten Touren sind die, die auf gut ausgebauten Pfaden nahe der Zivilisation verlaufen und wo das Risiko, dass man sich verirrt, gering ist. Sehr anspruchsvolle Touren führen in entlegene Gegenden oder in schwieriges Gelände, wo das Vorankommen nicht mehr so geradlinig ist und viel Konzentration und Ausdauer erfordert.
Gibt es gefährliche Tiere?
Ich sage meinen Gästen immer: „Das gefährlichste Tier in Schottland ist die Zecke.“ Und das stimmt. Wilde Raubtiere gibt es hier keine. Das einzige giftige Tier ist die Kreuzotter (und die beißt meist nur, wenn du sie anfassen möchtest). Sei also nur gewarnt vor den bösen Zecken, die sich am liebsten im hohen Gras und in Farnen tummeln.
Habe ich beim Wandern in den Highlands Handyempfang?
In der Nähe von Hauptstraßen hat man meistens Empfang. Je weiter man sich von der Straße wegbewegt, desto schwächer wird das Signal. In den meisten Tälern hat man keinen Empfang, auf den Bergen – selbst auf ziemlich abgeschiedenen – manchmal jedoch erstaunlich guten.
Was sind Munros, und sind sie für Anfänger geeignet?
Munros sind Berge in Schottland, die höher als 3.000 Fuß (914 m) sind. Davon gibt es stolze 282, und diese alle zu erklimmen ist in Schottland ein echter Volkssport, der hier Munro-Bagging (Einsacken von Munros) genannt wird. Die Schwierigkeitsgrade erstrecken sich von „sehr einfach“ (bei guten Wetterbedingungen) bis „sehr anspruchsvoll“ (auch bei guten Wetterbedingungen).
Munros, die bei gutem Wetter für Anfänger geeignet sind, sind zum Beispiel:
- Mount Keen
- Schiehallion
- Cairngorm
- The Cairnwell
Routenbeschreibungen zu einigen der oben genannten Munros findest du im Blogartikel „Munros für Anfänger„.
12. Wandern in den schottischen Highlands – Ist deine Lust geweckt?

Die Weite, die Einsamkeit, das Wundertütenwetter und die Freiheit abseits markierter Wege machen die Highlands zu einem ganz besonderen Wanderziel. Gleichzeitig verlangen genau diese Eigenschaften ein hohes Maß an Eigenverantwortung, guter Planung und realistischer Selbsteinschätzung.
Setzt du dich mit den Besonderheiten des Wanderns in den schottischen Highlands auseinander, nimmst das Wetter ernst, planst deine Routen sorgfältig und respektierst deine Grenzen, belohnt dich Schottland mit unvergesslichen Eindrücken und Naturerlebnissen.
Ob du deine Wanderungen selbstständig planst oder dich für eine geführte Tour entscheidest, bleibt ganz dir überlassen. Wichtig ist, dass du dich draußen wohl und sicher fühlst. Wissen, Erfahrung und die Bereitschaft, im Zweifel konservative Entscheidungen zu treffen, sind dabei deine wichtigsten Begleiter.
Wenn du die Highlands nicht nur sehen, sondern wirklich verstehen und erleben möchtest – und dabei Wert auf Sicherheit und Qualität legst – begleite ich dich gern als Guide durch Schottland. Gemeinsam gestalten wir dein ganz persönliches Highland-Abenteuer.
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