Wind in Schottland ist normal. Flauten sind die Ausnahme – vor allem in den Highlands. Das kann uns beim Wandern positiv oder negativ beeinflussen. Eine leichte Brise im Sommer kühlt uns angenehm herunter, während uns Orkanböen auf alle Viere zwingen können. Hier zeige ich dir, welche Rolle der Wind beim Planen von Bergwanderungen spielt (Spoiler: Eine riesige!), wie du Windgeschwindigkeiten und Gipfeltemperaturen abschätzen kannst, und welche die besten Informationsquellen für Bergwetterberichte sind.
Nachdem du diesen Artikel gelesen hast, kannst du:
- eine Windvorhersage fürs Tal auf Gipfelbedingungen übertragen
- entscheiden, ab wann eine Tour unsicher wird
- Wind im Wetterbericht richtig interpretieren
- einschätzen, welche Kleidung zwingend nötig ist.
Auf einen Blick
- Die Windgeschwindigkeit wird in den britischen Wetterberichten mit mph (Meilen pro Stunde) angegeben; zum Umrechnen in km/h einfach mit 1,6 multiplizieren
- Die Windgeschwindigkeit nimmt mit der Höhe zu (mäßiger Wind im Tal bedeutet Sturm auf dem Gipfel)
- Je stärker der Wind, desto kälter fühlt sich die Luft auf der Haut an (Stichwort: gefühlte Temperatur)
- Ab 50 mph (80 km/h) Windgeschwindigkeit wird selbst eine leichte Bergwanderung zur körperlichen Herausforderung
- MWIS und Met Office sind die besten Infoquellen fürs Bergwetter in Schottland
Schottlands Wind – Einige Statistiken & Fakten
Im Diagramm unten ist die durchschnittliche Windgeschwindigkeit in West- und Ost-Schottland je Monat dargestellt. Die Werte sind über einen Zeitraum von 30 Jahren (1991 bis 2020) gemittelt. Schwere Stürme und Anomalien sind also ausgebügelt. Das bedeutet, dass wir die Trends gut erkennen können.


Wir erkennen hier einige Trends:
- Im Westen ist es windiger als im Osten
- In den Sommermonaten ist die Windgeschwindigkeit deutlich niedriger als im Herbst und im Winter
Zwischen Oktober und März weht der Wind am heftigsten. Dort haben wir im Schnitt Windgeschwindigkeiten um 20 km/h oder mehr – also eine schwache Brise im Durchschnitt. Im Frühling und Sommer ist der Wind etwas schwächer, und im Schnitt weht eine leichte Brise.
Von Durchschnittswerten sollte man sich jedoch nicht täuschen lassen, denn sie stellen eben nur den Durchschnitt dar, bei dem auch Ausreißer nach oben (Stürme) und nach unten (Flauten) miteinander verrechnet wurden. Wir erkennen nur, wie sich der Wind das Jahr über verhält und können besser beurteilen, wann für uns die beste Reisezeit für ein Highland-Abenteuer ist. Planst du also eine Wanderung, schaue nicht auf den Monatsdurchschnitt, sondern auf die Tagesprognose für die Gipfelhöhe.
Fun Fact
Die höchste jemals gemessene Windgeschwindigkeit im Vereinigten Königreich war in der Wetterstation auf Cairngorm (in 1.244 m Höhe) am 20. März 1986 mit 276 km/h!
Kein Wunder also, dass auf den schottischen Bergen trotz ihrer vergleichsweise geringen Höhe keine Bäume wachsen. Solche Jahrhundert-Orkane sind zwar die Ausnahme, aber Windstärken von bis zu 120 km/h sind in den Wintermonaten auf den Gipfeln der Highlands keine Seltenheit.
Physik & Faustregeln für Bergtouren
Selbst wenn der Wind nicht extrem stark ist: Zu verstehen, was eine Windvorhersage für die Bedingungen am Berg bedeutet, ist ein wichtiger Skill. Er hilft uns nicht nur dabei, Situationen realistisch einzuschätzen, sondern lässt uns auch die richtige Ausrüstung einpacken. Deshalb schauen wir uns hier mal im Detail an, wie Wind und Temperaturen mit der Höhe zusammenhängen, und wie man schnell grobe Abschätzungen macht.
Die Temperatur sinkt mit zunehmender Höhe
Nehmen wir ein populäres Beispiel: Du möchtest auf den Ben Nevis wandern. Der liegt in der Nähe von Fort William – ein Ort auf Meereshöhe. Der Gipfel von Ben Nevis erreicht 1.345 m Höhe. Eine Faustregel besagt: Pro 100 Höhenmeter sinkt die Temperatur um etwa 0,8 °C. In der Realität sind es zwischen 0,6 °C und 1 °C. Ganz vereinfacht kann man also mit 1 °C rechnen, um kurz im Kopf die potenzielle Minimaltemperatur zu überschlagen.
Das heißt: Wenn es unten in Fort William 20 °C hat, kann es auf dem Ben Nevis locker unter 10 °C kühl sein (und zwar wenn es windstill ist!) – auch wenn sich der Tag im Tal noch so sommerlich anfühlt.
Der Wind wird stärker, je höher du steigst

Genauso wie die Temperatur mit der Höhe abnimmt, steigt in der Regel die Windgeschwindigkeit mit zunehmender Höhe an. Klar, es gibt Ausnahmen – manchmal pfeift der Wind im Tal stärker – aber in den meisten Fällen gilt: Je höher du steigst, desto mehr weht dir der Wind um die Ohren.
Wie stark der Wind genau zunimmt, hängt vom Gelände und vielen anderen Faktoren ab – deshalb lässt sich hier nicht so einfach eine Faustregel ableiten wie bei der Temperatur. Die folgenden Regeln sind daher sehr, sehr stark vereinfacht, aber ausreichend, um eine grobe Abschätzung zu machen:
- 500 m – 900 m Höhe: 2x Windgeschwindigkeit auf Meereshöhe
- 900 m – 1.300 m Höhe: 3x Windgeschwindigkeit auf Meereshöhe
Weht in Fort William also eine schwache Brise mit 20 km/h, bläst es auf dem Gipfel von Ben Nevis (1.345 m) schon ordentlich mit 60 km/h, was stürmischem Wind entspricht.
Die gefühlte Temperatur
Hast du dich schon mal gefragt, wie die „gefühlte Temperatur“ in der Wettervorhersage zustande kommt? Durch die Windgeschwindigkeit!
Was du dir merken solltest: Je stärker der Wind, desto kälter fühlt er sich auf der Haut an.
Probier’s aus: Dusche an einem windigen Tag und geh dann raus, ohne dich abzutrocknen. Stelle dich zuerst in den Windschatten – das fühlt sich schon unangenehm kühl an. Dann gehe um die Ecke in den Wind … und brrr! Schon merkst du, dass die gefühlte Temperatur noch einmal einen Sprung nach unten gemacht hat.
Es gibt eine ziemlich komplizierte Formel, um die gefühlte Temperatur zu berechnen. Mit der verschone ich dich aber und zeige dir stattdessen gleich das Endergebnis in Form einer Tabelle. Die Windgeschwindigkeiten sind mit mph (Meilen pro Stunde) angegeben, weil britische Wetterdienste, auf die wir später noch zu sprechen kommen, Windgeschwindigkeiten ebenfalls in mph angeben. Um das in km/h umzurechnen, multiplizierst du einfach mit 1,6 (oder mit 1,5, wenn du keinen Taschenrechner zur Hand hast).

Wir nehmen an, die Lufttemperatur in Fort William ist 20 °C, und es weht eine schwache Brise mit 10 mph (16 km/h). Dein Ziel heute: Ben Nevis. Im T-Shirt stehst du unten im Tal am Auto und packst deinen Rucksack. Fleece und Handschuhe mitnehmen? Ja oder nein?
Du erinnerst dich zum Glück an die vorangegangen Faustregeln und kannst kurz durchrechnen:
- Pro 100 Höhenmeter wird es um ungefähr 1 °C kälter: Auf dem Gipfel von Ben Nevis herrscht also im Worst Case eine Lufttemperatur von 7 °C.
- Die Windgeschwindigkeit verdreifachst du gemäß der Faustregel für Windgeschwindigkeiten in großen Höhen – das ergibt also etwa 30 mph (48 km/h).
- Ein Blick in die Tabelle zeigt nun: Bei 7 °C Lufttemperatur und 30 mph Windgeschwindigkeit fühlt sich die Temperatur auf dem Gipfel an wie 1 – 2 °C.
Du packst dein Fleece und deine Handschuhe ein.
Merke
- Bedingungen im Tal ≠ Bedingungen auf dem Berg
- Wind ist oft der limitierende Faktor
- Handschuhe und Fleece im Rucksack sind selbst im Sommer zu empfehlen
Gefahren & Schwellenwerte
Jetzt kennst du die Zusammenhänge zwischen Höhe, Windgeschwindigkeit und gefühlter Temperatur – und kannst entsprechend packen. Doch Wind beeinflusst nicht nur die gefühlte Temperatur, sondern auch deine Fortbewegung.
Durchschnittswind vs. Böen
Starker Wind kann dir das Gehen extrem erschweren – oder das Vorankommen sogar ganz unmöglich machen. Besonders gemein sind Sturmböen, die urplötzlich auftauchen und um einiges stärker sind als der Durchschnitt.
Diese sind vor allem in exponiertem Gelände ein Problem, z.B. wenn du auf einem schmalen Bergkamm unterwegs bist oder am Rand eines Bergkessels entlanggehst, wo es neben dir steil nach unten geht. Weht dir eine Sturmböe in die Seite, kann dich das aus der Balance bringen – und das ist nahe einem Abgrund etwas, das man eher vermeiden möchte.
Böen beeinflussen die Routenplanung
Die Böengeschwindigkeit kann die Wahl deiner Tour gehörig beeinflussen. An einem Tag mit einer Böengeschwindigkeit von 40 mph mag eine Wanderung auf den Ben Nevis über die Standardroute via den Mountain Path machbar sein, die anspruchsvollere und ausgesetzte Route über den CMD Arête – einen schmalen Bergkamm – wäre in diesem Fall nicht zu empfehlen.
Böen sind grobe Abweichungen von der durchschnittlichen Windgeschwindigkeit und können ein Vielfaches des Durchschnitts betragen. Die Stärke von Windböen und ihre Richtung sind schwer vorherzusagen. In rudimentären Wetterberichten ist immer die durchschnittliche Windgeschwindigkeit angegeben; in ausführlichen Berichten findet man aber auch Infos zur Stärke der Böen – und diese Infos sind für das Planen von Bergwanderungen echt wichtig.
Der Düseneffekt (Venturi-Effekt) – warum der Wind manchmal plötzlich explodiert
Neben reinen Böen gibt es noch einen zweiten Grund, warum Wind in den Highlands so unberechenbar ist: das Gelände selbst. Wird Luft durch ein schmales Gelände „zusammengedrückt“ – zum Beispiel in Pässen oder zwischen zwei Felswänden – beschleunigt sie stark. Dieses Phänomen nennt man Düseneffekt oder Venturi-Effekt.
Stell dir das vor wie bei einem Gartenschlauch: Verdeckst du die Öffnung etwas mit deinem Daumen, schießt das Wasser plötzlich viel schneller heraus. Genauso beschleunigt auch der Wind, wenn er durch Engstellen gepresst wird.
In der Praxis bedeutet das:
Selbst wenn der Wetterbericht nur mäßigen Wind meldet, kann es an bestimmten Stellen deutlich heftiger werden – oft völlig überraschend. Typische Hotspots sind:
- Übergänge zwischen zwei Tälern
- Schmale Grate
- Einschnitte zwischen Felsrippen
- Gipfelplateaus mit steilen Abbrüchen daneben
Gerade an solchen Stellen können Böen auftreten, die weit über der angegebenen Durchschnittsgeschwindigkeit liegen.
Luv und Lee – zwei völlig unterschiedliche Welten
Auch die Seite eines Berges, auf der du dich befindest, spielt eine große Rolle. Die dem Wind zugewandte Seite nennt man Luvseite, die windabgewandte Leeseite.
- Auf der Luvseite trifft der Wind direkt auf den Hang. Hier ist er meist stärker, kälter und oft auch feuchter.
- Auf der Leeseite kann es dagegen deutlich ruhiger sein – manchmal sogar fast windstill. Doch dieser Eindruck kann trügerisch sein.
Hinter Graten und Kuppen entstehen nämlich häufig Verwirbelungen und Fallwinde. Der Wind „stürzt“ förmlich über die Kante und kann auf der Leeseite plötzlich von oben oder von der Seite zuschlagen. Genau dort kann er einen aus der Balance bringen, weil man mit so starken Böen nicht unbedingt rechnet.
Deshalb gilt in der Praxis:
Fühlt sich der Wind auf der Leeseite angenehm an, heißt das nicht automatisch, dass die Bedingungen sicher sind – besonders nicht auf Graten oder im steil abfallenden Gelände.
Schwellwerte & Auswirkungen von Windgeschwindigkeiten
In der unteren Tabelle habe ich eine Übersicht erstellt, wie sich verschiedene Windgeschwindigkeiten auf den Körper und das Vorankommen auswirken – und ab wann Schluss mit lustig ist.
| Wind(böen)geschwindigkeit | Auswirkungen auf dich und wie es sich anfühlt |
|---|---|
| Weniger als 20 mph (32 km/h) Windstille bis frische Brise | – Vernachlässigbar – Sicher auf jeder Art von Terrain |
| 20–30 mph (32–48 km/h) Starker Wind bis Sturm | – Die gefühlte Temperatur ist merklich niedriger als die Lufttemperatur – Winddichte Kleidung (z.B. Windbreaker) sind empfehlenswert |
| 30–40 mph (48–64 km/h) Sturm bis Orkan | – Gegen den Wind zu marschieren wird anstrengend – Windböen können dich aus der Balance bringen – Wanderstöcke werden spürbar vom Wind angegriffen – Schmale Grate sind ein No-Go (v.a. bei noch stärkeren Böen), und von steilen Abgründen solltest du dich mehrere Meter weit entfernt halten |
| 40–50 mph (64–80 km/h) Orkan | – Gegen den Wind zu marschieren kostet jetzt richtig viel Energie – Du wirst häufig aus der Balance gebracht – Die Wanderstöcke werden mehr zum Hindernis, weil sie dir vom Wind ständig weggefegt werden wollen – Navigation mit Karte und Kompass wird zur Herausforderung, weil deine Stabilität stark beeinträchtigt ist (und die Karte davonfliegen kann, wenn sie nicht in einer Schutzhülle fest mit dir verbunden ist) |
| 50–70 mph (80–112 km/h) Orkan | – Jetzt macht’s keinen Spaß mehr – Böen können dich von den Füßen fegen und umwerfen – Du kommst immer öfter nur auf allen Vieren voran – Jetzt ist es an der Zeit, auf weniger exponiertes Gelände hinunterzusteigen |
| 70+ mph (112+ km/h) Orkan | – Versuch’s gar nicht erst! – Wenn der Wetterbericht solche Geschwindigkeiten für die Berge meldet, bleibe im Tal – Wenn der Wetterbericht solche Geschwindigkeiten fürs Flachland meldet, bleibe im Haus – Es besteht Lebensgefahr, denn Orkanböen können dich von den Beinen reißen und mehrere Meter weit werfen |
Meine persönliche Toleranzschwelle
Ich persönlich ziehe bei einer vorhergesagten Windgeschwindigkeit von 45 mph oder Böen von mehr als 60 mph eine rote Linie und suche mir an solchen Tagen eine Tour im Flachland oder einen niedrigeren Hügel. Wind ist zwar schön, aber bei Orkanstärke auf allen Vieren durchs Gelände zu krabbeln oder bei jedem zweiten Schritt umgerissen zu werden, finde ich nicht mehr so angenehm – ja, ich stehe dazu, dass ich ein Weichei bin. 😏
Meine Praxisregeln für Böen:
- >= 40 mph: keine Grate
- >= 50 mph: nur geschütztes Gelände (niedrigere Berge, keine Touren mit stundenlangem Wandern über exponierte Plateaus)
- >= 60 mph: Hügel- und Flachlandwanderungen sind auch ganz schön
Im Wetterbericht auf den Wind schauen
Damit wir nicht aus einem herkömmlichen Wetterbericht das Bergwetter zuerst nach den obigen Faustregeln berechnen müssen, gibt es spezielle Bergwetterberichte. Diese zeigen dir nämlich direkt das Wetter in höheren Lagen an. Wenn du auf den Gipfeln in den Highlands unterwegs bist, empfehle ich dir, diese Berichte vor jeder Tour zu checken.
MWIS – Mountain Weather Information Service
MWIS ist DER Bergwetterbericht für Schottland (und auch einige Gebiete in Wales und England). Auf mwis.org.uk findest du detaillierte 3-Tages-Vorhersagen für fünf unterschiedliche Bergregionen in Schottland: Northwest Highlands, West Highlands, Cairngorms, Southeastern Highlands und Southern Uplands.
Möchtest du auf Ben Nevis, schaust du dir also den Bergwetterbericht für die West Highlands an. Du siehst dort auf einen Blick, wie hoch die Temperatur und die Windgeschwindigkeit in höheren Lagen sind, aus welcher Richtung der Wind kommt, ob er die Richtung im Laufe des Tages ändert, und wie er dich beim Vorankommen beeinflussen könnte. Außerdem erhältst du auch Infos darüber, ob und wie viel Niederschlag es gibt (und in welcher Form: Regen, Hagel, Schnee), und ob es voraussichtlich neblig sein wird.
Das Besondere am MWIS-Bericht ist, dass er nicht computergeneriert ist. Bei MWIS sitzen Wetterexperten und interpretieren die Daten von computergestützten Vorhersagen für dich. Das gibt dir einen hervorragenden Eindruck darüber, was dich in dieser Region erwartet, und wie sich das Wetter auf dem Gipfel tatsächlich anfühlen wird.
Met Office als 2. Anlaufstelle
Der britische Wetterdienst – Met Office – liefert ebenfalls Bergwetterinfos. Auf der Webseite (oder in der App) kannst du in der Suchleiste direkt den Namen eines Berges eingeben, z.B. Ben Nevis, und bekommst dann die Vorhersage direkt für den Gipfel angezeigt.
Im Gegensatz zum MWIS-Bericht erhältst du hier eine computergenerierte Vorhersage, aus der du selbst deine Schlüsse ziehen musst. Dafür kannst du dir aber individuell für einen Berg die Wettervorhersage anzeigen lassen – nicht nur für eine größere Region wie bei MWIS.
Fazit: Wer mit dem Wind plant, plant mit Erfolg
Du weißt jetzt, wie Lufttemperatur, Höhe, Windgeschwindigkeit und gefühlte Temperatur zusammenhängen. Damit kannst du Wettervorhersagen besser einschätzen und hast ein klares Bild vor Augen, was dich auf den Gipfeln der Highlands erwartet, und was du für dein Abenteuer alles in den Rucksack packen musst.
Viele Bergwetterdienste wie MWIS und Met Office geben die gefühlte Temperatur in höheren Lagen sogar direkt an, sodass du nicht selbst rechnen musst. Aber ein Gefühl dafür zu haben, wie sich der Wind auf deine Tour auswirkt, ist Gold wert.
Und denk daran: Wind beeinflusst nicht nur, wie kalt du dich fühlst, sondern auch, wie anstrengend das Vorankommen ist und wie viel Energie du dabei verbrauchst. Bei starkem Wind braucht dein Körper deutlich mehr Energie als bei Flaute – besonders, wenn du gegen den Wind marschierst.
Mit der Zeit wirst du merken, wo deine Grenzen liegen und was du selbst noch als angenehm und akzeptabel empfindest. Und denke immer daran: Enttäuschung bei zu starkem Wind ist fehl am Platz. Die Berge der Highlands lassen sich auch gut von den Tälern aus bestaunen. 😊
Allzeit schöne Abenteuer
Natalie
