Planst du einen Wandertrip in den Highlands und möchtest wissen, welches die beste Reisezeit zum Wandern in Schottland ist? Dann bist du hier goldrichtig. Diese Seite gibt dir fundierte Infos zum Wetter in den Highlands, wie sich westliche Regionen teilweise sehr stark von östlichen Regionen unterscheiden, und zu welcher Zeit die gefürchteten Midges besonders aktiv sind. Wir schauen uns hier auch an, wie Wetter, Wind und Jahreszeiten in Schottland deine Wanderplanung beeinflussen.
Beste Reisezeit zum Wandern in Schottland – Kurzüberblick
- West Highlands: April – Juni
- Östliche Highlands & Cairngorms: März – September
- Wildcampen & Trekking: April, Mai, September, Oktober
- Kühle Temperaturen bevorzugt: März – Mai, September – November
Ein genauer Blick aufs schottische Wetter & Unterschiede zwischen Ost- und West-Highlands
„Schottland versinkt das ganze Jahr über in Regen und Schmuddelwetter“. So das allgemein lautende Urteil. Auch wenn der Ruf nicht ganz unberechtigt ist, leben wir hier definitiv nicht ganzjährig im Dauerregen. Manchmal nieselt es nur … 😉 Kleiner Spaß.
Schauen wir uns einige der wichtigsten Faktoren mal genauer an, die ausschlaggebend für ein schönes Wandererlebnis in den Highlands sind:
- Sonne und bestenfalls überhaupt kein Regen
- Angenehme Temperaturen und nicht zu hohe Luftfeuchtigkeit
- Möglichst keine Midges (das sind die kleinen Stechmücken, die manchmal zu einer richtigen Plage werden können)
Diese Tage werden wir in den nächsten Abschnitten nun aufspüren.
Starke regionale Unterschiede

Die schottischen Highlands sind zwar von ihrer Fläche und geografischen Ausdehnung her recht überschaubar, das Klima zwischen den Regionen an der Westküste und den zentralen bis östlichen Regionen (hauptsächlich in den Cairngorms) kann recht unterschiedlich sein. Deshalb picken wir uns hier für einen Vergleich zwei verschiedene Orte heraus: Oban an der Westküste, und Braemar in den südöstlichen Cairngorms.
Oban ist ein Hafenstädtchen direkt am Atlantik und profitiert wie sämtliche Küstenbereiche im Westen vom Golfstrom als Wärmepumpe. Braemar dagegen ist ein Ort im Cairngorms-Gebirge – knapp 150 km von der Westküste und 80 km Luftlinie von der Ostküste entfernt.
Im Bild unten sind die monatlichen Durchschnittswerte von 1991 bis 2020 grafisch dargestellt für die durchschnittliche Anzahl der Regentage sowie die minimale und maximale Durchschnittstemperatur in Oban und Braemar. Zusätzlich ist auch noch die durchschnittliche Windgeschwindigkeit in Schottland je Monat aufgetragen. Eine Unterscheidung zwischen Ost und West ist beim Wind nicht notwendig, denn es geht uns hier nur um das grobe Bild und den Trend.

Einige Dinge, die uns hier nun im direkten Vergleich sofort auffallen:
- Oban hat deutlich mehr Regentage als Braemar – und zwar das ganze Jahr über
- In Oban ist es deutlich wärmer als in Braemar – nur in den Sommermonaten nähern sich die Höchsttemperaturen einander an
- In Braemar gehen die durchschnittlichen Tiefsttemperaturen in den Wintermonaten unter null; an der Westküste bleiben sie deutlich über 0 °C
- Der September(!) ist trockener als der August, wenn auch nur minimal
- Von November bis Februar ist Sturmsaison
Generell gilt
Westen: wärmer & feuchter
Osten: kühler & trockener
Regen

Wir sehen, dass es an der Westküste tendenziell wärmer ist, aber auch feuchter, während es weiter Richtung Osten kühler, dafür aber auch trockener ist. Grund hierfür ist die sehr spezielle Lage der britischen Inseln im östlichen Atlantik, die von zahlreichen verschiedenen Luftmassen beeinflusst wird – je nach Windrichtung und Wetterlage.
Meist dominiert eine Westwetterlage. Das heißt, dass die Wettersysteme von Westen her – also vom Atlantik – auf das Festland treffen. Diese Wettersysteme bringen feuchte Luft mit, die sich dann in Form von Regen auf dem Festland materialisiert. Die Berge der West Highlands sind dabei wie eine Barriere für die Regenwolken, die sie am Weiterziehen nach Osten hindern. Das ist der Grund, warum es an der Westküste regenreicher ist als im Landesinneren und an der Ostküste.
Das bedeutet: Selbst in vergleichsweise feuchten Monaten ist statistisch gesehen etwa jeder zweite Tag trocken (in Monaten mit 15 oder weniger Regentagen).
Ideale Zeitfenster für trockenes Wetter
Westküste: April – Juni
Ostküste: Dezember – September
Actionplan für deine Tour bei Regen
- Regenkleidung = Pflichtausrüstung
- Örtlich flexibel sein: Alternativroute gehen in einer Gegend, wo weniger Regen vorhergesagt ist
- Zeitlich flexibel sein: Trockenere Zeitfenster abpassen, z.B. etwas früher oder später starten (Blick am Morgen aufs Regenradar hilft)
Wind

Üblicherweise ist es an der Westküste windiger als an der Ostküste, weil bei Westwetterlage der Wind zuerst mit voller Wucht auf die Hebriden-Inseln und die Bergketten der westlichen Highlands trifft, und dann in abgeschwächter Form weiterzieht. Die Durchschnittsgeschwindigkeiten sind also über das Jahr hinweg im Westen etwas höher als im Osten.
Die Trends für die Windgeschwindigkeiten sind jedoch in West und Ost identisch: Schauen wir uns deshalb die durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten in Schottland näher an (zu sehen im Plot weiter oben), sehen wir ganz klar, dass der Wind zwischen November und Februar stärker bläst als in den Sommermonaten. Während dieser Zeit fegen regelmäßig Stürme über das Land, die meist auch einiges an Regen (und in höheren Lagen Schnee) mit sich bringen.
Die Sturmsaison beginnt gegen Ende Oktober, erreicht ihren Höhepunkt im Januar, und nimmt dann langsam bis Mitte März wieder ab. Diese Zeit ist jedoch kein Grund, auf einen Wanderurlaub in Schottland zu verzichten. Oft ist es so, dass der Wind zwar sehr stark ist, aber das Wetter dennoch schön (sprich: sonnig). Bergwanderungen sind dann zwar möglicherweise tabu, weil der Wind in höheren Lagen zu stark ist, aber Wanderungen im Flachland oder auf niedrigeren Hügeln sind in diesen Monaten meistens problemlos möglich.
Anekdote
Ich war das allererste Mal im Wanderurlaub in den Highlands im Monat September. An zwei Tagen hatte der Wetterdienst eine orangefarbene Sturmwarnung (Stufe 2 von 3) herausgegeben. Der Wind heulte nachts durch ein undichtes Fenster in meinem Zimmer im B&B, und es war ein paar Tage lang ziemlich regnerisch. Ich habe mich trotzdem – oder vielleicht genau deshalb – in dieses raue, ungezähmte Stück Erde verliebt. 😊
Ein Jahr später ging ich wieder im September in die Highlands, hatte zwei Wochen lang Traumwetter ohne Stürme und kam ganz ohne Regenkleidung aus. Schottland eben – die Wetterwundertüte. 😄
In den Sommermonaten ist die durchschnittliche Windgeschwindigkeit mit 16 km/h deutlich niedriger als in den Wintermonaten (24 km/h). Tage, an denen Flaute herrscht, kommen öfter vor – und zwar natürlich dann, wenn man sich ein bisschen Wind wünschen würde: zur Abkühlung an heißen Tagen und zum Vertreiben von Schottlands gefürchtetsten Raubtieren – den Midges.
Actionplan für deine Tour bei viel Wind
- Route ggf. in die andere Richtung gehen, damit nicht so viel Gegenwind
- Routen realistisch bewerten: Ist die Tour bei starkem Wind immer noch sicher machbar?
- Flachland-Alternative als Plan B parat haben
Midges
Die Midges dürfen bei einem Artikel über das Wanderwetter in Schottland selbstverständlich nicht fehlen, denn diese Tierchen sind ein wetterabhängiges Phänomen. Vorweg sei gesagt: Midges gibt es überall in den Highlands sowie auf den Inseln der Inneren und Äußeren Hebriden. In den westlichen Regionen sind Midges ein größeres Problem als in den weiter östlich liegenden Regionen der Highlands. Man trifft sie in Gegenden mit feuchten Böden, in Wäldern, Heideland und in der Nähe von Seen an.

Diese kleinen Mücken haben zwar nur die Größe von Fruchtfliegen, sind aber ganz schön gemein. Während der Wintermonate überwintern sie im Torfboden und sind kein Thema für uns. Sobald es aber wärmer wird, kommen sie aus ihren Schlupflöchern heraus und haben Hunger – großen Hunger. Dann stürzen sie sich auf sämtliche Beute, die sie finden können – meistens Schafe, Rinder oder Wild, doch auch Menschen stehen auf dem Speiseplan.
Es fängt dann meist mit nur einem oder zwei der kleinen Biester an, die einem um den Kopf schwirren. Sobald sie Beute gewittert haben, stoßen sie jedoch Pheromone aus, um andere Midges in der Umgebung auf die leckere Beute aufmerksam zu machen. Innerhalb von Sekunden kann man dann von einer schwarzen Wolke umzingelt sein. Die Stiche (die ganz korrekt eigentlich Bisse sind) fangen nach einigen Stunden an zu jucken und tun das meist noch für ein oder zwei weitere Tage. Krankheiten übertragen Midges aber glücklicherweise keine.
Die Midgie-Saison fängt im Mai an und dauert bis September. Hochsaison ist von Mitte Juni bis Ende August. Das heißt jedoch nicht, dass man sie in den restlichen Monaten gar nicht antrifft, da sie aktiv werden, sobald es einige Tage lang frühlingshafte Temperaturen hat. Ist es im März schön warm, kommen sie also da schon raus zum Partymachen. Und wenn der Herbst mild ist, kann man auch im November noch von einzelnen Exemplaren gestochen werden.
Fun Fact
Die einzigen Monate, an denen mich bisher noch nie ein Midgie erwischt hat, waren zwischen Dezember und Februar.

Die gute Nachricht: Für Tageswanderer sind Midges kein großes Problem – auch nicht im Hochsommer. Sie werden erst lästig, wenn man zeitweise stehenbleibt, z.B. um eine Pause einzulegen – und auch nur dann, wenn es windstill ist. Geht man weiter, hat man sie bald wieder los, denn glücklicherweise können sie nicht mithalten, wenn man in Bewegung bleibt. Mit der Höhe nimmt das Midges-Aufkommen außerdem ab, da in höheren Lagen öfter eine leichte Brise weht, die die Midges am Fliegen hindert.
Wer vorhat, hauptsächlich mit Zelt unterwegs zu sein und wild zu campen, dem würde ich von Juli und August allerdings abraten – insbesondere von Camping-Trips in den West Highlands. Da nämlich ausgerechnet Juli und August auch die windärmsten Monate sind, gibt es in dieser Zeit vor Midges oft kein Entkommen. Wildcamper sind mit April, Mai, September und Oktober definitiv besser bedient.
Actionplan für deine Tour im Midgie-Sommer
- Cool bleiben: Auch wenn sie fies sind und die Stiche jucken, sie sind nicht gefährlich
- Pausenplätze mit Wind wählen
- Moskitonetz überziehen und/oder mit Anti-Insekten-Spray einsprühen
- Wanderungen in höheren Lagen machen, da dort oft etwas Wind ist, der die Midges fernhält
- Lange Aufenthalte an Seen, Bächen und in der Heide vermeiden (v.a. in der Morgen- und Abenddämmerung)
Beste Reisezeit: Schottland im Frühling & Herbst – angenehm & trocken
Bist du – so wie ich – weniger gern in feuchtwarmem Wetter unterwegs ist, empfehle ich dir: März, April, Mai, September, Oktober und November. Kurz: Frühling und Herbst.
Sonderfall Juni: In manchen Jahren ist er noch ein schön angenehmer Frühlingsmonat, in manchen anderen der heißeste und sommerlichste Monat des Jahres.

Der September ist im Schnitt sogar ein trockenerer Monat als der August. Wer kann, verschiebt seinen Sommerwanderurlaub in Schottland also etwas nach hinten, denn dann haben wir sämtliche Vorteile vereint:
- gute Chancen auf Sonnentage,
- angenehmere Temperaturen und Luftfeuchtigkeit,
- und weniger Midges.
Im Frühling und im Herbst gibt es auch gute Chancen auf Inversionswetterlagen. Das heißt, wenn man dort auf einen Berg hochsteigt, ist man über den Wolken. Überall um sich herum sieht man dann die umliegenden Gipfel aus den Wolken ragen. Bei dieser Wetterlage lässt sich auch öfters ein Brockengespenst blicken – man sieht dort seinen eigenen Schatten auf die Wolken unter sich projiziert, umrahmt von einer Aura. Das gibt super Fotos.
Wetterstatistik schön und gut – Ist sie aber auch verlässlich?
Natürlich nicht, es ist eine Statistik. 😉 Sie zeigt Trends und Durchschnittswerte. Extreme in die eine oder andere Richtung werden ausgebügelt. Sie kann uns also nur zeigen, wie das Wetter im Durchschnitt so in den Highlands ist. Es ist möglich, dass man im Juni eine Woche Dauerregen erleben kann mit Schneefall auf den Bergen, und im November eine Woche lang Dauersonne mit frühlingshaften Temperaturen. Hier einige verrückte Wetterextreme der letzten Jahre:

- März 2022: Sonnenreichster März seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in ganz Schottland mit 64 % mehr Sonnenstunden als im Durchschnitt
- 28. Januar 2024: Wärmste Januartemperatur in Großbritannien seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gemessen in den West Highlands mit 19,6 °C
- Sommer 2024 (Juni – August): Feuchtester Sommer in manchen Teilen der West Highlands seit Beginn der Wetteraufzeichnungen mit bis zu 165 % mehr Regen als im Durchschnitt
- 25. Dezember 2024: Wärmster Weihnachtstag in Schottland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen mit bis zu 14 °C Höchsttemperaturen
- 10. Januar 2025: Kälteste Januarnacht in Großbritannien seit 15 Jahren mit -18,7 °C in den Northwest Highlands
Wann ist denn jetzt die beste Reisezeit zum Wandern in Schottland?

Fakt ist: Dank ihrer Lage im Ostatlantik stehen die britischen Inseln unter dem Einfluss zahlreicher verschiedener Luftmassen. Für einen Wanderurlaub in Schottland bedeutet das: Es ist immer ein Griff in die Wundertüte – man kann in jedem Monat Glück oder Pech haben.
Eine Wettergarantie wie in mediterranen Gegenden gibt es nicht, aber das macht den Charme der Highlands eben auch aus. Eine Wanderung im berühmt-berüchtigten schottischen Nieselregen und im Nebel kann auch ein schönes Erlebnis sein, wenn man offen dafür ist und sich darauf einlässt.
Ein Tag in den Highlands, der mit Regen anfängt, bringt oft auch einen Regenbogen mit sich.
Die beste Reisezeit zum Wandern in Schottland ist laut Wetterstatistik (und wenn man nicht im Winter in die Highlands kommen möchte):
- West Highlands und Regionen entlang der Westküste: Anfang April bis Mitte Juni
- Weiter östlich gelegene Regionen (Central Highlands und Cairngorms): Ende März bis Ende September
- Die beste Reisezeit für alle, die nicht gern bei schwülem Wetter wandern: März, April, Mai, September, Oktober und November
- Die beste Reisezeit zum Wildcampen und fürs Trekking (überwiegend mit Zelt unterwegs): April, Mai, September und Oktober
Die folgende Übersicht zeigt typische Bedingungen im Jahresverlauf. Sie dient der Orientierung – lokale Wetterlagen und regionale Unterschiede spielen beim Wandern in Schottland immer eine große Rolle.
| Januar – Februar | Winterfeeling pur – Sehr kalt, häufig stürmisch – Viel Niederschlag, oft als Schnee oder Schneeregen – Häufig Nebel in höheren Lagen – Winterbedingungen nicht nur in den Bergen, teils auch im Flachland Für Winterwanderungen nur mit entsprechender Erfahrung, Ausrüstung und sehr flexibler Planung empfehlenswert. |
| März – April | Winterabschied & Vorfrühling – Im Flachland oft schon erste frühlingshafte Tage – In den Bergen weiterhin winterliche Bedingungen möglich – Wechselhaftes Wetter mit Sonne, Regen und Schnee – Deutlich längere Tage als im Winter Geeignet für Küsten- und Tieflandtouren; in den Bergen weiterhin Vorsicht und alpine Erfahrung nötig. |
| Mai – Juni | Stabilste Wanderzeit – Meist milde bis angenehm warme Temperaturen – Vergleichsweise trocken – Noch wenige Midges – Häufig gute Sicht in den Bergen Die stabilste und vielseitigste Reisezeit für Wanderungen in sämtlichen Regionen Schottlands. |
| Juli – August | Sommer mit Tücken – Warm bis teilweise heiß – Hohe Luftfeuchtigkeit – Mehr Niederschlag als im Frühsommer – Erhöhte Gewittergefahr – Viele Midges, besonders in windstillen Lagen Für Bergtouren früh starten; Midges und wechselhafte Bedingungen unbedingt einplanen. |
| September – Oktober | Goldener Herbst – Angenehme, oft klare Temperaturen – Weniger Midges als im Sommer – Häufig stabile Hochdrucklagen – Zunehmend Nebel- und Windtage, besonders ab Mitte Oktober Sehr gute Wanderzeit für erfahrene Wanderer mit flexiblem Tourenplan. |
| November – Dezember | Stürmischer Übergang – Kalt, windig und sehr wechselhaft – Viel Niederschlag – Kürzere Tage – In höheren Lagen bereits winterliche Verhältnisse Nur mit guter Planung, kurzen Tageszielen und hoher Wetterflexibilität empfehlenswert. |

Für mich persönlich sind die angenehmsten Monate – vor allem im Westen – die Frühlings- und Herbstmonate (März, April, Mai, September, Oktober und November). Schaue ich mir meine Wanderungen der letzten Jahre an, bestätigt sich das auch, denn in diesen Monaten mache ich die meisten Fotos und habe die coolsten Erlebnisse. In jedem dieser Monate hat man gute Chancen auf ein Zeitfenster, in dem sich die Highlands von ihrer schönsten Seite zeigen. Vor allem fürs Wildcampen und Trekking ist das die angenehmere Zeit, denn die Midges sind in diesen Monaten weniger aktiv.

Wer keine Probleme mit feuchtwarmem Klima hat, für den können auch Juli und August feine Monate sein. Ich selbst bin in den Sommermonaten (wenn ich nicht gerade als Guide arbeite) am liebsten in den Cairngorms unterwegs, da es dort meistens einige Grad kühler ist als im Westen und die Midges nicht ganz so aggressiv.
Als echten Geheimtipp-Monat kann ich den Oktober empfehlen. Da ist es morgens angenehm frisch und nachmittags dann trotzdem noch T-Shirt-Wetter. Man hat bessere Chancen auf Inversionswetterlagen, was immer tolle Fotos und Erinnerungen mit sich bringt. Wenn man Glück hat, kann man sogar schon in einigen Regionen – hauptsächlich in den Cairngorms, da kühler – das herbstliche Farbenspiel beobachten.
Egal, für welche Reisezeit du dich entscheidest: Ich empfehle dir, für mindestens zwei Wochen in die Highlands zu kommen. Zum einen ist es hier traumhaft schön und es gibt super viel zu sehen und zu entdecken, und zum anderen erhöhst du so deine Chancen, ein richtig gutes Zeitfenster mit Traumwetter zu erwischen. Und wenn dir die Highland-Götter nicht gewogen sind bei deinem ersten Besuch in Schottland, dann komme doch einfach noch einmal, denn die Highlands sind mehr als nur eine Reise wert. 😊
Weiterführende Themen für deine Planung:
- Wandern in Schottland – Dein kompletter Guide durch die Highlands
- Packliste fürs Wandern in Schottland – Das gehört in deinen Rucksack
- Der Wind in Schottland – Die unterschätzte Naturgewalt
Allzeit schöne Abenteuer
Natalie
